Navets und Goldbällchen

Rüben gibt es in vielen Farben und Formen, zwei der hübschesten Exemplare sehen Sie hier: Weiße Winterrüben mit einem Hauch Lila und goldgelbe Rübchen, die so heißen wie sie aussehen - "Goldbällchen" nämlich. "Navets" sind sie genaugenommen beide, denn das ist einfach das französische Wort für alle Rüben. Auf der anderen Seite des Rheins gehören die Rüben im Winter auf jeden guten Markstand, hier in Deutschland sind sie fast in Vergessenheit geraten. Beim Hofverkauf weiß oft nur die ältere Generation "was man damit machen kann". Dabei eignen sie sich hervorragend für schnelle, ganz und gar nicht veraltete Gerichte: Für Gratins oder Gemüsepfannen, glasiert oder gebraten - genauso wie als Rohkostsnack zwischendurch.

Goldbällchen, so heißt es, waren übrigens Goethes Lieblingsgemüse. Wie er sie zubereitet hat, ist nicht überliefert. Aber wir haben einen Tipp: Schnippeln Sie die gelben Bällchen in kleine Würfel, braten sie kurz in Butter an und karamellisieren sie mit dunklem Muscovado-Zucker. Und wenn Ihnen Zucker aus Maritius zu exotisch ist: Die Rübchen eigenen sich für alle Experimente mit leichter Süße und entfalten dann ihr ganzes Aroma. Gesund sind sie noch dazu: Mit Senföl, Vitamin C und Zink beugen sie Erkältungen vor und ihre buttrige Konsistenz schont den Magen.

Navets und Goldbällchen